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Dünne Beine signalisieren höheres Herzrisiko

Ein Trost für Menschen mit strammen Schenkeln: Sie sind ein Zeichen für die Herzgesundheit, dünne Beine bedeuten Gefahr.

Menschen mit dünnen Oberschenkeln sterben offenbar früher als solche mit strammen Beinen. Schuld daran ist ein höheres Risiko für Herzerkrankungen. Die kritische Marke ist ein Umfang von weniger als 60 Zentimetern an der dicksten Stelle des Oberschenkels. Das haben Wissenschaftler der Universität Kopenhagen herausgefunden.

Für die Studie wertete das Team von Berit Heitmann die Daten von knapp 3000 dänischen Frauen und Männern aus, deren Körpermaße in den späten 80er-Jahren für eine Langzeitstudie festgehalten wurden. In den folgenden 12,5 Jahren starben mehr als 400 Teilnehmer, weitere 540 entwickelten Herz- oder Gefäßerkrankungen.

Muskeln schützen, nicht Fett


Nachdem die Wissenschaftler typische Risikofaktoren wie Übergewicht oder einen zu hohen Cholesterinspiegel ausgeschlossen hatten, stellten sie fest, dass die Überlebenden ohne Herzprobleme deutlich dickere Oberschenkel hatten. Die Sterbewahrscheinlichkeit der Menschen mit den dünnsten Beinen (weniger als 55 Zentimeter Umfang) sei dreimal so hoch gewesen wie die der Versuchsteilnehmer mit einem Oberschenkelumfang von 60 Zentimetern. Allerdings sei das Risiko von Männern und Frauen mit noch dickeren Beinen nicht mehr weiter gesunken. Und: Die schützende Masse musste hauptsächlich aus kräftigen Muskeln bestehen, nicht aus Körperfett.

Dünne Oberschenkel – schwacher Herzmuskel?


Als Erklärung für diese Auffälligkeit vermuten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dünnen Beinen und einer schwachen Herzmuskulatur. Das müsse noch weiter untersucht werden. Ärzte könnten jedoch den Umfang der Oberschenkel als Indikator für Herzprobleme heranziehen, schreiben die Autoren. Die medizinische Empfehlung könnte dann lauten: Muskeltraining für die Oberschenkel.

 

Die Studie ist im „British Medical Journal“ erschienen.

http://www.bmj.com/cgi/reprint/339/sep03_2/b3292.pdf

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